Dass Demokratie nicht nur etwas für Erwachsene ist und nicht nur mit Wahlen zusammenhängt, konnten jetzt alle Einsteiner, die nicht gerade auf Klassenfahrt sind, an unserem Demokratietag erleben.
Einen ganzen Schulvormittag lang ging es um jahrgangsspezifische Themen wie Vielfalt (Stufe 5), Mobbing und Cybermobbing (Stufe 7), Rassismus (Stufe 8) und Geschlechterrollen und Sexismus (Stufe 10). Für die Q1 wurden externe Workshops zu Themen wie Extremismus oder Verschwörungstheorien angeboten. Die Schülerinnen und Schüler erstellten zu ihren jeweiligen Themen Produkte wie Videos, Podcasts, Plakate oder Interviews. Eine fachkundige Jury unter der Leitung von Frau Sandten, die den Demokratietag organisiert hat, sichtet alle kreativen Ergebnisse und wird das beste Produkt prämieren.
Eine Sonderrolle hatte die Jahrgangsstufe EF inne: Sie durfte sich sogar an zwei Tagen dem Thema Demokratie widmen, und zwar in Form eines Planspiels zur Kommunalpolitik. Ein Highlight dabei war sicherlich die einstündige Diskussion mit unserem Oberbürgermeister Sören Link. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler den Oberbürgermeister mal so richtig löchern. Es gab einige private Fragen, etwa nach seinem Abischnitt oder seiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung, natürlich waren aber auch bundes- und kommunalpolitische Themen dabei. So wollte ein Schüler wissen, wie er die zurückliegenden Landtagswahlergebnisse einordnet, zahlreiche Fragen beschäftigten sich auch mit dem Duisburger Zoo, speziell dem Delfinarium. Auch auf die Handyregelung an unserer Schule wurde Link angesprochen (sie musste ihm natürlich erst einmal vorgestellt werden). Link räumte ein, dass er ohne Handy eigentlich arbeitsunfähig wäre. Er betonte aber auch, dass er solche Handyregelungen an Schulen nachvollziehen könne und die direkte soziale Interaktion, wie sie z.B. in dieser Diskussionsrunde stattfinde, viel wichtiger sei, als ständig das Handy präsent zu haben.
Sowohl in der Diskussionsrunde als auch in der vorherigen Ansprache unseres Schulleiters wurde immer wieder deutlich, dass Demokratie vor allem bedeutet, andere Meinungen wahrzunehmen, sie auszuhalten und zu respektieren, was gleichzeitig auch den Mut zu Widerspruch und kritischen Fragen beinhaltet. Und Schule ist auch ein Ort, an dem man so etwas lernt – ob im Unterricht oder auf dem Schulhof. So zeigt sich, dass Demokratie tatsächlich nicht nur etwas für Erwachsene ist oder nur mit Wahlen zusammenhängt.
Ein herzlicher Dank gilt Frau Sandten für die Vorbereitung und Organisation des gelungenen Demokratietages!
















