Tote Winkel sind gefährlich

„Ich habe gar keinen gesehen!“ – Diese Einsicht einer Schülerin aus der 5. Jahrgangsstufe beschreibt sehr gut das Ziel der Aktion „Toter Winkel“, die in Zusammenarbeit mit Dekra und Polizei am 19.02.2020 am AEG durchgeführt wurde. Die Schüler*innen der Jahrgangsstufe wurden über die Gefahr des toten Winkels im Straßenverkehr informiert. Sie stiegen dazu in das Führerhaus einer auf dem Schulhof abgestellten LKW-Zugmaschine und sollten versuche, ihre Mitschüler*innen zu sehen, die um den LKW herum standen.

Polizei und Dekra machten den Schüler*innen zunächst theoretisch und dann ganz praktisch klar, wie gefährlich es ist, als Radfahrer neben einem LKW oder Bus zu fahren. Gespanntes Flatterband deutete den Bereich an, den ein LKW-Fahrer vom Führerhaus aus sehen kann. Im Bereich der grünen Hütchen, die um den LKW aufgebaut waren, befindet man sich als Fahrradfahrer oder Fußgänger im toten Winkel. Direkt vor dem LKW, dahinter und vor allem an der Seite rechts kann ein LKW- oder Busfahrer trotz seiner sechs Spiegel niemanden sehen. Damit auch die Schüler selbst erfahren, was man im toten Winkel sieht oder gerade nicht sieht, durften sie im Führerhaus sitzend nach unten schauen – und tatsächlich: Die eigenen Mitschüler*innen, die vor oder neben dem LKW standen, waren nicht zu sehen. Unsere Schüler*innen lernten, dass man als Radfahrer oder Fußgänger vorsichtig sein muss, auch wenn man zum Beispiel Vorfahrt hätte: Lieber den LKW zuerst fahren lassen und insgesamt einen großen Abstand halten – so können die oft tödlich verlaufenden Unfälle vermieden werden.