RAUM FÜR KUNST – KUNST IM RAUM

Der Kunstunterricht verbindet wie kein anderes Fach Theorie und Praxis, sodass gelernte Methoden als visualisierte Darstellung in verschiedenen Projekten verwirklicht werden. So entstehen beispielsweise sogenannte Installationen, die mehr als nur ein paar Pinselstriche auf Papier sind. Dazu werden zum Beispiel gesammelte und selbsterstellte Gegenstände in einer bestimmten Anordnung im Raum platziert und erlauben so dem Betrachter, genauer in das dreidimensionale Kunstwerk einzutauchen und es mit all seinen Sinnen wahrzunehmen.

Auf diesem Konzept beruht auch die von einem Grundkurs der Q2 besuchte Kunstaustellung des Museums „K21 Ständehaus“ in Düsseldorf, welches vor allem die internationale Kunst der Gegenwart präsentiert. Die dort ausgestellten Installationen bieten auf vielfältige Weise eine intensive Begegnung mit raumbezogener Kunst.

Während die eine Künstlerin mit Licht und naturähnlichen Soundeffekten bestimmte Wahrnehmungen erzeugen will, stellt ein weiterer Künstler mit einem komplett verdunkelten Raum die Sinne der Besucher auf die Probe. Andere Künstler kritisieren mit ihren Werken ein aktuelles Problem der heutigen Gesellschaft oder beziehen sogar ihre eigene Biographie mit ein.

Diese Art von Kunst, die den Betrachter nicht nur visuell, sondern mit all seinen Sinnen fordert, lässt die Menschen in das Werk eintauchen und sie regelrecht an dem Kunstwerk teilhaben. Dadurch entsteht ein Dialog zwischen dem Künstler und dem Betrachter, der zum Reflektieren und Hinterfragen aufruft.

Mona Ben Hmouda